Mitgliederversammlung
Am 11. April fand die diesjährige Mitgliederversammlung mit anschliessendem Fachnachmittag in Zürich statt.
Wir freuen uns sehr über das grosse Interesse an der Mitgliederversammlung zu der wir 44 Personen im Volkshaus begrüssen durften. Die Versammlung umfasste mit Einzel- und juristischen Mitgliedern insgesamt 50 Stimmen.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde unser mehrjähriges Vorstandsmitglied, Gitti Mahn, verabschiedet. Gitti war seit 2021 Mitglied des Vorstandes und hat in verschiedenen Ressorts mitgearbeitet, so etwa in der Aufnahmekommission und in den Finanzen. Gleichzeitig war sie für die IG-Weiterbildungsinstitute, wie auch für die Fachgruppe Soziale Arbeit und andere Berufe engagiert. Auch unsere Revisorin, Bea Schild, die seit 2012 unsere Finanzen geprüft hatte, ist zurückgetreten.
Die Ämter wurden folgendermassen neu besetzt: Für den freigewordenen Vorstandssitz wurde Dania Aeberhardt gewählt, für die Revision Anna Gunsch. Für das Ressort Finanzen wurde Nicole Wägli (Co-Präsidentin) gewählt.

Weiter beinhaltete die Versammlung einen Jahresrückblick: Die Schwerpunkte 2025 lagen vor allem auf dem Supervisions-Zertifikat und der neuen Webseite, die auch einen Fachpersonenfinder beinhaltet. Auch in die Mitgliederakquise und -bindung wurde investiert. Die Mitgliederzahl lag anfangs 2026 (nach den Austritten per Ende 2025) erstmals über 500 Mitgliedern, was wir als wichtigen Erfolg sehen.
Thematisch lag der Schwerpunkt 2025 auf der Interprofessionalität und der Integration. Mit verschiedenen Veranstaltungen, wie etwa dem Fachnachmittag in Solothurn, den Stammtischen, der Systemischen «Tour de Suisse» von Sistemica oder auch den neu gegründeten Intervisionsgruppen fand in und über die Regionen, Berufsgruppen und auch Methoden Vernetzung statt.
Mit der AXA als Vertragspartnerin für die Rechtsschutzversicherung, konnte auch eine Versicherungslücke für selbständigerwerbende Mitglieder geschlossen werden, sodass Systemis nun ein gutes Paket an Versicherungen und Vorsorgeleistungen anbieten kann. Einen Überblick über unsere vergünstigten Verbandslösungen finden Sie hier.
Die Ziele für 2026 wurden ebenfalls vorgestellt. Der Fokus soll weiterhin auf der Stärkung des Systemischen Ansatzes liegen, indem weiter in die Akquise von juristischen Mitgliedern und den Kontakt mit systemischen Institutionen und politischen Akteuren investiert wird. Weiter möchten wir uns auch dieses Jahr für die Vernetzung unserer Mitglieder einsetzen, indem wir Öffentlichkeitsarbeit leisten, präsent sind und den Austausch und das Gespräch mit Partnerorganisationen weiterführen. Schliesslich möchten wir uns auch mit dem Thema Methodenintegration befassen, und damit, was diese für den Systemischen Ansatz bedeutet.
Zum Schluss der Mitgliederversammlung haben unsere Mitglieder, Claudia Starke und Anna Gunsch über den aktuellen Stand des Projektes «Psychotherapie Ukraine-Schweiz» informiert und nochmals auf die Wichtigkeit unserer finanziellen Unterstützung hingewiesen. Dank finanziellen Zuwendungen über unser Spendenkoto konnten bereits wichtige Beiträge geleistet werden für die ausserordentlich herausfordernde tägliche Arbeit in der Ukraine. So konnten etwa Stromgeneratoren gekauft werden, die einerseits in kalten Zeiten für Wärme sorgen, andererseits aber auch Online-Therapien trotz Stromunterbrüchen ermöglichen. Mehr Informationen zum Projekt und zum Spendenkonto finden Sie hier.
Das Protokoll und weitere Unterlagen zur MV finden Sie hier.
Fachnachmittag mit Klaus Eidenschink – Wenn Verändern-wollen Stagnation erzeugt
Nach einem sehr leckeren Stehlunch, der zum Kennenlernen, Wiedersehen, Vernetzen und Diskutieren einlud, übergaben wir Mikrophon und Bühne unserem Gast, Klaus Eidenschink. Er ist der Gewinner des Psychologieaward 2024 und Autor von Büchern wie „Die Kunst des Konflikts“ und „Es gibt keine Narzissten! Nur Menschen in narzisstischen Nöten“ sowie Mitentwickler der „Metatheorie der Veränderung“.
Zunächst erläuterte Klaus Eidenschink im Rahmen eines Fachreferates seine Theorie und Erfahrung im Zusammenhang mit Veränderung und Stagnation. Anhand von 10 “Fallen” zeigte er auf, was zu Stillstand in Therapie und Beratung führen kann und wie aus dem Stillstand wieder heraus gefunden werden kann. Gleichermassen klug, wie unterhaltsam und mit der nötigen Prise Selbstironie hielt er uns – und sich selbst – immer wieder den Spiegel vor und liess uns an seinen Erkenntnissen und Überlegungen auf packende und praxisnahe Weise teilhaben.

Auf das Referat folgte eine Podiumsdiskussion, zu der wir drei unserer Mitglieder eingeladen hatten: Ulrike Borst, Eva Schirmer und Martin Rufer liessen uns einer Auseinandersetzung mit dem Thema Veränderung beiwohnen, die eine Fülle an Erfahrung und auch verschiedene Perspektiven in die Diskussion brachte.

Moderiert wurde der Fachnachmittag von Karin Landolt (Gesprächskultur).
Ein Apéro Riche rundete den Tag wunderbar ab und bot Raum für weiteren Austausch, Vernetzung sowie fürs Weiterdenken und Diskutieren.
Der Fachnachmittag konnte auch von Nicht-Mitgliedern besucht werden, was dazu führte, dass erfreulich viele Fachpersonen von unserem Fachnachmittag profitieren konnten.
Weitere Informationen zu Klaus Eidenschink finden Sie hier: www.eidenschink.de, www.metatheorie-der-veraenderung.info
Zum nächsten Fachnachmittag haben wir Krogerus & Tschäppeler eingeladen, sie werden mit uns in das Thema “Umdenken” eintauchen. Der Fachnachmittag findet am 3. April 2027 in Zürich statt.
Anna Beer, Co-Präsidium, Kommunikation