TITELBESCHEINIGUNG 2017-07-25T16:31:52+00:00

TITELBESCHEINIGUNG

Einige Mitglieder haben mit der Bescheinigung von Systemis die Praxisbewilligung eines Kantons erhalten, andere noch nicht.

Nun haben wir einen definitiven Weg gefunden, dass alle, welche die Kriterien nach Art. 49 Übergangsbestimmungen PsyG erfüllen, zu einer Bewilligung kommen und zudem neu auch auf die Liste der Zusatzversicherungen. Dieser Weg ist für alle unabhängig vom Grundstudium offen, was folgerichtig heisst, dass seit Inkrafttreten des PsyG auch Psychologinnen und Psychologen auf diesem Weg zu ihrem Fachtitel, zu ihrer Praxisbewilligung und zum Eintrag bei tarifsuisse kommen.

Dazu ist neu eine Bescheinigung eines Ausbildungsinstituts, welches auf der Liste der provisorisch akkreditierten Institute (Anhang II PsyV) aufgeführt ist, notwendig (gegen Gebühr). Dann gibt’s die Praxisbewilligung definitiv und ohne weitere Prüfung der Weiterbildung.

Mit der Bescheinigung eines Ausbildungsinstituts und der Praxisbewilligung zusammen kann ohne Mitgliedschaft ein Antrag bei einem der Berufsverbände (SBAP, ASP) gestellt werden, nach Rubrik 4 (für Nichtmitglieder) auf die Liste von tarifsuisse zu kommen. Beides kostet nochmals.

Mit den Systemischen Ausbildungsinstituten ist das jetzt abgesprochen. Zuerst ist folglich das Weiterbildungsdossier einzureichen: beim letzten Systemischen Weiterbildungslehrgang mit provisorischer Akkreditierung, bei dem die Kurse (Wissen und Können) abgeschlossen wurden.

ÜBERGANGSBESTIMMUNGEN PSYCHOLOGIEBERUFE-GESETZ

Aufgrund der Übergangsbestimmungen Art. 49 PsyG sowie Art. 6 und 9 PsyV kann sich „eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin“ oder „eidgenössisch anerkannter Psychotherapeut“ bezeichnen, wer eine vollständige Weiterbildung an einem provisorisch akkreditierten und in Anhang 2 der PsyV aufgeführten Weiterbildungsinstitut absolviert hat. Die Nachweise sind rechtzeitig zu erbringen und beim Institut einzureichen. Spätestens bis 31. März 2018 können die provisorisch akkreditierten Institute Abschlüsse ausstellen. Die in diesen Weiterbildungsgängen erworbenen Titel  gelten als eidgenössische (Art. 49 PsyG). Das Grundstudium ist für diese Übergangsbestimmung noch bedeutungslos. Eine Bestätigung durch eine Berufsorganisation ist nicht zwingend. Sind die Kriterien erfüllt, können die Unterlagen (inkl. Gesundheitsattest und Strafregisterauszug sowie Nachweis Berufshaftpflichtversicherung) grundsätzlich auch direkt bei einem Kanton als Gesuch für die Praxisbewilligung eingereicht werden. Diese Übergangsregelung endet definitiv am 31. März 2018 (Stichtag nach PsyG). Das Gleiche gilt grundsätzlich auch für PsychologInnen und für Bestätigungen von anderen Berufsverbänden.

Als vollständige Weiterbildung nach den Standards der provisorischen Akkreditierung gelten die folgenden Kriterien:

  • 400 h Wissen und Können
  • 200 h Selbsterfahrung
  • 200 h Supervision
  • mind. 1 Jahr klinische Praxis à 100% inkl. 400 h psychotherapeutische Tätigkeit

Es gelten die Bestimmungen der einzelnen Weiterbildungen.

Markus Grindat
Präsident Systemis

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