Vor gut vier Jahren ist der Krieg in der Ukraine ausgebrochen. Die  Situation im Land ist nach wie vor prekär: Auch der sogenannte «sichere Westen» der Ukraine ist von Bombardierungen betroffen, die Versorgung mit Energie, Wasser und Heizung ist regelmässig unterbrochen. Die Menschen frieren und haben meist nur vier bis maximal sieben Stunden pro Tag Strom. Die Nachfrage nach therapeutischer Unterstützung ist immens. In letzter Zeit sind erneut tausende von Binnenflüchtlingen aus dem Osten der Ukraine angekommen, die grosse Mehrheit ist traumatisiert. Die psychotherapeutische Arbeit ist in Lemberg aktuell enorm wichtig, auf Grund des Einzugsgebietes und der Herausforderungen wird die Betreuung oft per Videocall angeboten. Unsere Kolleg:innen können kaum arbeiten, ohne Strom ist auch die Arbeit per Videocall nicht möglich.

Über das «Netzwerk Psychotherapie Ukraine-Schweiz» konnten wir unseren Kolleg:innen vor Ort vor Weihnachten und in den vergangenen Wochen fünf Energiespeicher/Generatoren spenden. Das musste sehr schnell gehen, gerade für die Kollegen, die derzeit an der Front und am Erfrieren waren. Dank des gut funktionierenden Netzwerkes und der vorhandenen Spendengelder konnten wir über ukrainische Kontakte zwei Generatoren liefern lassen.

Die Situation für unsere Kolleg:innen verschlimmert sich leider zunehmend.  Sie sind völlig überlastet mit Arbeit, auch auf Grund der Flüchtlingsströme aus dem Osten. Es können kaum alle Bedürftigen versorgt werden. Unsere Kolleg:innen versicherten, dass sie die Hoffnung weiterhin nicht verlieren und einfach immer weiter arbeiten, es sei jedoch schon sehr hart und zermürbend. Gleichzeitig sind die Therapeut:innen selbst betroffen, denn Nacht für Nacht wird Alarm geschlagen und sie sorgen sich zuhause um ihre Lieben.

Das «Netzwerk Psychotherapie Ukraine-Schweiz» unterstützt hier so gut es geht:

  • Wir senden nach wie vor monatlich 500.- an die Klinik in Lviv für traumatisierte Menschen, die teils schwere Suchterkrankungen entwickelt haben (ein massiv zunehmendes Problem).
  • Wir organisieren wieder eine Besuchswoche für ca. 7 Kolleg:innen aus Lviv bei uns in Zürich.
  • Wir bieten ihnen Weiterbildungen und Supervisionen an (derzeit online).
  • Und wir sind in regelmässigem Kontakt, was sie alle sehr schätzen. Es sei ihnen so wichtig, dass sie in diesen schwierigen Zeiten nicht vergessen gehen.

Das Netzwerk engagiert sich seit Beginn des Krieges in der Ukraine für die Betroffenen. Zunächst haben wir die Geflüchteten in der Schweiz unterstützt, mittlerweile fokussiert das Projekt primär auf die Unterstützung von Personen vor Ort. Es stellt Know-How zur Verfügung, organisiert die Besuchswochen in der Schweiz, bietet ein offenes Ohr und sorgt dafür, dass neben allen anderen Krisen und Kriege auch der Krieg in der Ukraine nicht vergessen wird. Was jedoch neben dem fachlichen Know-How zentral ist, sind die finanziellen Ressourcen des Projektes.

Wir sind dankbar über jede finanzielle Zuwendung. Dank der Unterstützung des IEF und von Systemis können wir jegliche Unterstützung direkt an die Betroffenen in der Ukraine weitergeben.

Vielen Dank – im Namen aller
Claudia Starke & Anna Beer

Hier das Spendenkonto:
Spendenkontonummer-Schweiz:

Systemis Ukraine Hilfe
Postfinance Konto, 8400 Winterthur
IBAN: CH06 0900 0000 1644 7867 0